Bonjour Paris!

Aktualisiert: Juli 11

Über die Stadt der Liebe, bunte Macarons und den Start eines neuen Lebensabschnitts.


Nach einer ganzen Weile Ruhe hier auf meinem Blog, freue ich mich so sehr, für euch endlich ein paar neue Beiträge zu veröffentlichen. Die nächsten Posts drehen sich rund um Paris und liegen mir persönlich ganz besonders am Herzen. Es wird sich dieses Mal sehr viel um mein Privatleben drehen und ihr bekommt einen kleinen Einblick in einen für mich persönlich sehr großen Umschwung in meinem Leben. Trotzdem versuche ich natürlich wie immer, das Reiseziel selbst und meine Tipps und Tricks in den Vordergrund zu rücken. Have fun!

24/05/2019

Und auf einmal ist es soweit. Neben meiner Freundin sitze ich im Flieger und genieße den Blick auf die Wolken aus dem kleinen Flugzeugfenster. Die Flüge von Hamburg nach Paris sind so kurz, dass man das Gefühl hat, die Reiseflughöhe nahezu garnicht erst zu erreichen, so schnell startet der Pilot auch schon wieder den Landeanflug. Wir reisen lediglich mit Handgepäck (das erste Mal für mich) und ich finde es super entspannt, zur Abwechslung mal nur durch die Kontrolle und nicht zum Schalter zu müssen (dank Online Check-in). Ich bin voller Vorfreude auf das lange Wochenende in Paris, auf ein Wiedersehen mit meinem Vater und auf die gemeinsame Zeit mit meiner Freundin. Gegen 21 Uhr am Freitagabend landen wir am Charles-de-Gaulle Flughafen und werden in der Ankuftshalle freudig von meinem Vater begrüßt. Mir wird klar, dass es schon wieder fünf Monate her ist, dass wir uns das letzte Mal in Hamburg gesehen haben, umso mehr freue ich mich, ihn jetzt zu sehen. Quer durch das unübersichtliche Parkhaus des Flughafens geht es nach einer Weile direkt rein in den Pariser Stadtverkehr. Mit dem kleinen blauen Twingo führt uns der Weg vorbei am Moulin Rouge, am beleuchteten Eiffelturm, über die Champs-Elyssee bis nach Montmartre. Im Dunkeln erhaschen wir so einen kurzen Blick auf Paris und sind begeistert von der Stimmung in der Stadt. Nach einer Weile biegen wir in eine seitliche Straße ein und von da an geht es eine ganze Zeit lang auf und ab. Die Straßen in Montmartre sind eng, kurvenreich und hügelig und schnell wird klar, warum die Pariser mit kleinen und wendigen Autos unterwegs sind. Unsere Fahrt führt uns bis nach oben direkt vor die Türen von Sacré Couer. Trotz Dunkelheit tummeln sich hier so viele Menschen und auch im Künstler-Viertel von Montmartre sitzen Touristen vor den zahlreichen Restaurants, trinken Wein und lachen. Nach einem kurzen Essen im L´Artiste, dem Restaurant eines engen Freundes meines Vaters und der wohl besten Crème brûlée zum Nachtisch geht es spät abends für uns nur eine Straße weiter in unser Zimmer. Der Raum ist klein, liebevoll eingerichtet und wir haben alles was wir brauchen und fallen nach einer Weile hundemüde ins Bett.

PS.: Zu unserer Unterkunft kann ich euch leider nichts genaueres sagen oder empfehlen, da wir privat bei einer Freundin meines Vaters untergekommen sind. Es gibt aber in Montmartre sicherlich auch Airbnb und Ferienwohnungen und rein vom Standort kann ich es nur empfehlen. Für mich wahrscheinlich das klassischste und schönste Stadtviertel und mit Metro und Co. ist man sofort im Zentrum.

25/05/2019

Am nächsten Morgen starten wir voller Vorfreude in den neuen Tag und der erste Weg führt uns natürlich die Treppen hinauf zum Place du Tertre, wo wir uns mit meinem Vater auf einen Kaffee und Frühstück treffen. Schon morgens ist der Platz voll mit Menschen und man sieht die vielen Künstler, die ihre Stände aufbauen und sich auf den Tag vorbereiten. Überall laufen Männer mit Zeichenblöcken und Croissants in der Hand herum und die Atmosphäre ist filmreif. Im Au Petit Creux gibt es für uns klassicherweise Milchkaffee und Crêpe zum Frühstück. Danach trennen sich unsere Wege (da mein Vater arbeiten muss, sind wir tagsüber alleine unterwegs) und wir machen uns auf den Weg zur nächsten Metrostation unterhalb von Sacré Couer (Station Anvers). Immerhin 237 Stufen geht es für uns hinunter. Wer sich den Ab- oder Aufstieg sparen möchte, hat die Möglichkeit mit der Funiculaire Standseilbahn hinauf zu fahren (kostet genauso viel wie ein Metroticket). Wer nicht gerade eine Unterkunft in Montmartre gemietet hat und sich trotzdem für die Basilika interessiert, dem kann ich sagen, die Treppen lohnen sich. Der Eintritt in die Kirche ist umsonst und das Innere ist fast noch schöner als der imposante Bau von außen. Ich bin ja nun wirklich kein Kirchengänger, aber bei einer solchen Pracht, werde auch ich schwach.;)

Mit der Metro geht es für uns dann Richtung Station St. Michel, um uns Notre Dame anzusehen. Schnell fällt auf, dass die schöne Kathedrale rund herum in weiße Stellwände gehüllt ist und dass eine Sache ganz klar fehlt: der Vierungsturm in der Mitte, der im April beim Feuer eingestürzt war. Abgesehen davon, sieht man nur ein paar Gerüste hinter den Türmen hervorblitzen, aber die Fassade und die Türme sind genauso schön wie eh und je und stellen trotz Katastrophe im April nach wie vor ein tolles Fotomotiv dar. Schräg gegenüber der Kathedrale stoßen wir durch Zufall auf eine alte Buchhandlung (Shakespeare and Company). Vollkommen begeistert von Einrichtung, Design und Auswahl stöbern wir durch die Regale und die tausend Bücher. Ich habe nie einen so romanischen und wunderschönen Laden gesehen und könnte Stunden dort verbringen. Direkt neben dem Laden gibt es ein zugehöriges Café, auch super niedlich! Ein bisschen wehmütig machen wir uns nach einer Weile aber weiter durch die Stadt. Unser nächster Halt ist Amorino, ein Geschäft für Eis und Macarons. In den nächsten Tagen stellen wir fest, dass es sich um eine Art Kette handelt, aber die Macarons sind wahnsinnig gut! Bewaffnet mit Wasser und Gebäck spazieren wir an der Seine entlang, setzen uns ans Ufer und genießen den Blick auf Pont Neuf.

Als nächstes geht es zum Palais Royal, bzw, zum Louvre. Allerdings schauen wir uns die Gebäude und die bekannten Glaspyramiden lediglich von außen an, die Schlange für den Besuch des Museums, geschweige denn der Mona Lisa ist lang und wir beschließen, uns das Ganze für den nächsten Besuch und mehr Zeit aufzuheben, Durch einen kleinen Triumphbogen laufen wir dann durch eine wunderschöne Parkanlage bis zum Place de la Concorde, auf dem eine große, spitze Säule steht. Von hier hat man einen recht guten Blick auf den Eiffelturm, wenn auch eher aus der Ferne. Vorbei an Luxus-Boutiquen und noch eine Weile durch die Stadt geht es dann zur Metro und wenig später wieder die Treppen hinauf nach Montmartre bis zu unserer Unterkunft. Gegen 18 Uhr werden wir mit dem Auto von meinem Vater eingesammelt und machen uns auf den Weg zu einer Freundin von ihm nach Pierrelaye bzw. nach Cormeilles-en-Parisis, einer kleinen Stadt außerhalb von Paris, direkt an der Seine. Kaum aus der Metropole raus, verspürt man hier doch mehr den ländlichen französischen Stil. In Pierrelaye essen wir in der Crêperie "Ker Lyta" zu Abend. Hier gibt es nach bretonischer Art Galette, Crêpe und natürlich Cidre. Wer Galette nicht kennt, sollte es unbedingt probieren, im Endeffekt handelt es sich hier um einen herzhaften Crêpe mit Buchweizenmehl, der dann mit Fleisch, Fisch oder Käse belegt bzw. gefüllt ist. Super lecker! Nach dem Essen geht es zurück in die Stadt. Ein erster Tag voller Eindrücke und neuer Begegnungen geht zu Ende.


Meine Tipps für Paris:

- Restaurant L´Artiste in Montmartre: https://www.tripadvisor.de/Restaurant_Review-g187147-d14050205-Reviews-L_artiste-Paris_Ile_de_France.html * Meine persönliche Empfehlung ist definitiv das Käse-Fondue, gerne esse ich aber auch den Salat mit Ziegenkäse. Das Restaurant liegt direkt unterhalb einer Treppe am Place du Tertre und solltet ihr vorbeischauen lasst gerne Grüße von mir an Julien da, er spricht ein sehr gutes Englisch.;)

- Au petit Creux Restaurant in Montmartre: https://www.tripadvisor.de/Restaurant_Review-g187147-d5989886-Reviews-Au_Petit_Creux_Montmartre-Paris_Ile_de_France.html * Sehr liebe Besitzer und super Nutella-Crêpe!;)

- Amorino: https://www.amorino.com/de/produkte/macarons-al-gelato.10.html *

- Shakespeare and Company: https://shakespeareandcompany.com *

- Ker Lyta: https://www.tripadvisor.de/Restaurant_Review-g2239857-d8378572-Reviews-Ker_lyta-Cormeilles_en_Parisis_Val_d_Oise_Ile_de_France.html*


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