• Viola

Giants touching my soul.

Über Traumstrände und Dickhäuter-Momente, die für immer bleiben.

02/03/2019

In unser nächstes kleines Abenteuer starten wir am Samstagmorgen gegen 9 Uhr in einem Office der Crystal Sea Marine auf dem Gelände der Marina. Hier schreiben wir uns für einen Bootsausflug in Listen ein, bekommen kleine orangene Sticker auf unsere Shirts geklebt und dann eine Einführung über den Ausflug inklusive einer kurzen

Warnung vor Seeigeln. Unser Guide weist uns dann die richtigen Boote zu und so machen wir uns wenig später auf den Weg zum Steg und klettern auf das Ausflugsboot. Unsere Truppe besteht aus 36 Leuten plus Kapitän, Fotograf und zwei Helfern. Mit Vollgas geht es für uns dann Richtung Ko Phi Phi Don, die größere von zwei Inseln vor der Küste von Phuket. Wir halten in einer kleinen Bucht zwischen weiteren Ausflugsbooten. Monkey Beach heißt der Abschnitt der Insel und schnell wird klar wieso. An den Felswänden und am Strand tummeln sich Äffchen und bestaunen die ankommenden Touristen. Der Guide erklärt uns, dass es nie eine Garantie gibt, dass sich die Affen am Strand aufhalten, da sie auch oft eher im Dschungel von Phi Phi unterwegs sind. Wir haben also Glück. Nach unserem kurzen Stop geht es weiter um die Insel in eine andere Bucht, in der wir eine Weile schnorcheln. Mit Maske und Flossen bewaffnet klettere ich vom Boot ins warme Wasser. Direkt tummeln sich um uns Scharen von Fischen, die definitiv alles andere als scheu sind. Freudig tauche ich unter und finde mich zwischen Korallen und zahlreichen Meeresbewohnern wieder. Eine gute halbe Stunde tollen wir im Wasser, machen Bilder und genießen, die wundervolle Natur um uns, bevor es dann wieder aufs Boot und weiter geht. Nach ein paar Minuten legt das Ausflugsboot an einem langen Sandstrand der Insel an. Die Kulisse ist traumhaft und der Blick vom Strand wie aus einer anderen Welt. Die Kombination aus dem weißen Sand, dem türkisfarbenen Meer, den Inseln im Hintergrund und er bunten Longtail-Boote, die am Strand anlegen ist malerisch. Wir gehen den Strand hoch zu einem kleinen Restaurant, wo wir mit einem thailändischen Buffet gestärkt werden. Später geht es weiter nach Ko Phi Phi Leh, der kleineren Insel und hier geradewegs zur Maya Bay, bekannt aus dem Film "The Beach" mit Leonardo di Caprio. Leider dürfen wir hier nur aus der Entfernung von einer Absperrung den Strand bewundern, denn der Abschnitt ist bis auf weiteres gesperrt, da das Riff immense

Schäden durch die Masse an Touristen aufweist. Mal wieder bin ich geschockt, wie drastisch sich unser Verhalten auf die Natur und die Lebewesen auswirkt. Eine zeitweise Schließung der Bucht halte ich zwar nicht für eine endgültige Lösung des Problems, aber mir ist natürlich auch bewusst, dass ein Land wie Thailand auf den Tourismus angewiesen ist und natürlich stecke ich

da politisch und wirtschaftlich nicht drin. Trotzdem blutet mir mein Herz, als unser Guide von den Schäden an der Unterwasserwelt berichtet. Weiter geht es zum Viking Cave, einer Art Höhle an den Klippen von Phi Phi Leh. Hier nisten Schwalben, deren Nester eine Delikatesse (vor allem in China) darstellen. Die Schwalben-Nester verleihen angeblich unter anderem eine tolle Haut und werden für rund zweieinhalb Tausend Dollar pro Kilogramm gehandelt. Um die Tiere nicht zu stören halten wir Abstand zu den Felsen. Nach einer Weile halten wir an unserem zweiten Schnorchel-Spot, der eigentlich noch ein bisschen schöner als der erste ist. Papageifische in tausend unterschiedlichen Farben und wunderschöne Anemonen ziehen mich nach unten und am liebsten würde ich garnicht mehr zurück auf das Boot. Unser letzter Halt ist Khai Nai Island, quasi nur ein kleinerer Sandhaufen mit einem einzelnen Restaurant bzw. Beachclub darauf. Innerhalb von drei Minuten hat man das ganze Inselchen zu Fuß umrandet. Bewaffnet mit Handtüchern und Sonnencreme machen wir es uns auf dem Sand gemütlich und verbringen die nächsten zwei Stunden mit Faulenzerei, bevor es dann gegen späten Nachmittag wieder auf unser Boot und zurück Richtung Phuket geht.


03/03/2019

Auf den nächsten Tag freue ich mich schon seit Tagen und kann es schon am Morgen kaum abwarten. Geplant ist für heute der Besuch des Elephant Retirement Parks auf Phuket, einer Art Zufluchtsort für Elefanten. Bereits in den letzten Tagen wurden wir Zeugen, wie viele Elefanten an Straßen angekettet sind. Die Touristen können auf ihnen reiten und Bilder machen. Schon vor unserer Reise habe ich mich informiert und bin auf den Retirement Park gestoßen, der eben genau solchen Elefanten eine Zuflucht bietet und in dem die Tiere in natürlichem Umfeld und völlig ohne Schändung leben können. Für ein Halb-Tages-Programm bezahlen wir 2600 Baht (knapp 75€). Der Park finanziert sich durch eben jenes Geld und so dient es nebenbei auch noch dem guten Zweck. Gegen 12 Uhr mittags werden wir an unserem Apartment abgeholt. Nach circa 20 Minuten biegen wir von der Hauptstraße auf einen Schotterweg und nach einer Weile fängt mein Herz an zu hüpfen, denn an der Straßenseite sehe ich den ersten Elefanten, der von einem Pärchen mit Bananen gefüttert wird. Freudig werden wir begrüßt, tragen uns in die Liste ein und bekommen jeder ein Top mit der Aufschrift des Parks, das wir hinterher mit nachhause nehmen können. Bevor die anderen Gruppenteilnehmer eintreffen haben wir noch Zeit und dürfen direkt zu den beiden Elefanten, die neben dem Gebäude stehen. Im ersten Moment gehe ich vorsichtig auf das Tier zu, habe angesichts der Größe doch einen ziemlichen Respekt, wenn auch überhaupt keine Angst. Das Weibchen schaut mich durch die liebevollen großen Augen an und ich verliebe mich sofort. Die Haut fühlt sich rau und trotzdem irgendwie samtig

an und sanft streiche ich über Stirn und Rüssel. Ein Moment, den ich immer in meinem Herzen tragen werde. Mein Herz macht einen Satz und ich genieße die Nähe zu diesen wundervollen Wesen, die so viel Güte ausstrahlen. Nach dem Eintrudeln der restlichen Gäste gibt es für uns einen kurzen Kurs in der Zubereitung von Pad Thai, einem klassischen thailändischen Gericht aus Reisnudeln, Gemüse, Tofu, Ei und Fischsauce. Danach gibt es Mittagessen und anschließend machen wir uns endlich daran, das Futter für die Dickhäuter zuzubereiten. Wir zupfen Bananen vom Strunk und hacken Zuckerrohr in kurze Stücke. Dann geht es mit den vollen Körben zum Füttern zu den Elefanten. Freudig lassen sie sich von uns die Früchte in den Rüssel legen und posieren im Gegenzug mit uns für Fotos. Später geht es dann Richtung Schlammloch. Vorsichtig betrete ich die Grube und denke im ersten Moment, dass der Schlamm voll mit Pflanzen ist, merke dann aber, dass das Gefühl tatsächlich vom Matsch kommt, in dem wir nun bis zum Oberschenkel versunken sind. Die Elefanten freuen sich merklich über das Schlammbad, immer wieder greifen wir mit den Händen in die Grube und reiben die Haut der Dickhäuter dick mit der Masse ein. Man fühlt sich, als wer man wieder fünf Jahre alt, wie man da so im Dreck spielt und es vollkommen egal ist, dass Shorts und Badesachen von farbig zu braun gewechselt haben. Vom Schlamm geht es dann direkt ins Wasser. Aufgeregt stürmen die Elefanten ins Wasser, schmeißen sich auf Seite, tollen herum und spritzen mit dem Rüssel um sich. Es ist ein so tolles Gefühl, zu sehen, wie wohl sie sich fühlen und wie viel Spaß sie dabei haben. Mit Bürsten schrubben wir den Schlamm von ihrer Haut und albern mit ihnen herum. Nach einer anschließenden kurzen Dusche und dem Wechsel in saubere Klamotten ist der Tag dann auch viel zu schnell schon wieder vorbei und schweren Herzens verabschieden wir uns von den Elefanten und dem Team und werden dann wieder zurück zu unserer Unterkunft gefahren. Noch den ganzen Abend und auch die nächsten Tage sind wir immer noch vollkommen verzaubert von der Begegnung mit den Elefanten. Die Erinnerungen an diesen besonderen Tag werden ein Leben lang bleiben.


Bootstour: http://www.crystalseamarine.com/ *

Elephant Retirement Park Phuket: https://elephantretirementparkphuket.com *


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