Kompakt-Tipps: THAILAND

Aktualisiert: 27. Okt 2019


Zwei wundervolle und erlebnisreiche Wochen sind vorbei und abschließend fasse ich euch nochmal ein paar Tipps und Tricks für Thailand zusammen, die ich in den letzten Tagen sehr nützlich fand. Dabei beziehe ich mich hier jetzt nicht auf Sehenswertes oder Spots, sondern nur auf allgemeine Empfehlungen.


Allgemeine Tipps:

Erstmal zwei Apps, ohne die wir manchmal sicher nicht besonders weit gekommen wären sowohl in der Stadt als auch oder vor allem auf Phuket.

Das Erste ist eine offline Landkarte fürs Handy. Klar, wer sich eine thailändische SIM-Karte holt hat soweit kein Problem. Wer aber wie wir lediglich in Unterkünften oder Restaurants Internet hat (Thailand ist was freie WLANs angeht super ausgestattet), der verliert in der Stadt oder auf dem Roller schnell die Orientierung so ganz ohne Google Maps.;) Ich habe mir die App „maps.me“ runtergeladen und war total zufrieden. Die Routen sind gut und viele Spots bereits gespeichert.

Die zweite App ist „Grab“. Funktioniert eigentlich wie jede Uber App in Deutschland oder Europa auch und hilft einem bei der Verständigung mit den Taxifahrern, denn oft kennt man zwar die Adresse auf Englisch, der Fahrer versteht das aber nicht und braucht eine auf Thai. In der App wählt man Standort, Ziel und Uhrzeit aus und bekommt dann einen Preis und einen Fahrer, den man dann auch auf der Karte verfolgen kann. Super easy, allerdings auch hier nur mit Internet möglich. Das war aber meistens kein Problem, weil man immer entweder vom Apartment aus oder von einem anderen Spot unterwegs ist, an dem es im Zweifelsfall WLAN gibt. Ich habe auch gesehen, dass es Grab für nahezu ganz Südostasien gibt, also auch ein Tipp für diejenigen unter euch, die es vielleicht eher nach Vietnam und Co. zieht.

Praktisch für Tuk Tuks ist es auch, wenn ihr einen kleinen Stadtplan oder Ähnliches dabei habt. Das Englisch der Fahrer ist oft eher semi optimal und da ist es einfacher, direkt zu zeigen wo man hinwill.


Der nächste Tipp ist eine Bauchtasche. Sieht meist nicht sonderlich schick aus (ich glaube, meine letzte Bauchtasche hatte ich in der sechsten Klasse), ist aber super praktisch und sicher. Ich habe mir vor der Reise eine bei Amazon bestellt (ist unten verlinkt), die einen RFID-Blocker hat und ultra dünn und somit auch unter der Kleidung zu tragen ist. In der Tasche hatte ich immer alles, was wichtig ist sprich Pass, Kreditkarte, Geld und Handy. Auf dem Roller ist das sowieso super praktisch, weil man kein richtiges Gepäck dabei hat. Aber auch in der Stadt fand ich die Tasche super. Und wenn es doch mal ein bisschen schicker sein sollte, dann habe ich einfach das ganze Ding in meine Handtasche gesteckt, sozusagen als Portmonee-Ersatz.


Super wichtig ist es auch, dass man verhandelt. Das gilt sowohl ganz klassisch für den Markt, als auch für Fahrten mit dem Tuk Tuk. Lasst euch nicht über den Tisch ziehen. Klar, als Europäer wirken die Dinge sowieso oft schon sehr günstig, aber da geht noch was. Sucht euch Tuk Tuks und Taxen selber aus und lasst euch keine aufschwatzen. Dann überlegt, was ihr bereit seid maximal zu bezahlen und fangt dann darunter an zu handeln. Das war für mich auch erstmal sehr ungewohnt und komisch, ich glaube ich bin einfach zu nett, aber es lohnt sich meistens!


Nun zum Thema Mücken. Ich muss ja gestehen, dass ich vor der Reise schon ein bisschen Angst hatte als mir von mehreren Bekannten von ihren Dengue-Fällen berichtet wurde. Deshalb habe ich mich vorher mit Mückenschutz eingedeckt und ein Set von NOBITE bestellt, das ein Hautspray und eins für die Kleidung beinhaltet. Aufgrund meiner Recherche habe ich mich gegen Autan entschieden. Es gibt wohl verschiedene Wirkstoffe und empfohlen wurde der Wirkstoff Deet. Ich war auch ganz zufrieden mit dem Spray, allerdings bekommt man auch in Thailand selbst an jeder Ecke und in den meisten 7/11 Mückensprays. Teilweise stehen sie auch in den Restaurants auf den Tischen. Generell muss ich sagen, dass ich wenig Probleme mit Mücken hatte. Die Mosquitos in Thailand sind sehr viel kleiner, man merkt es nahezu nicht, wenn sie einen erwischen und auch die Stiche sind sehr klein und am nächsten Tag schon fast wieder weg. Mir ist bewusst, dass das natürlich die Chance auf eine Übertragung nicht mindert, aber ich denke mit ein bisschen Achtsamkeit und Vorsorge lässt sich die Gefahr doch immens einschränken. Natürlich hat es auch immer ein bisschen etwas mit Glück zu tun. Nebenbei: das Spray für die Kleidung habe ich tatsächlich garnicht benutzt. Klar, war ich wahrscheinlich auch einfach zu faul, deshalb kann ich euch dazu leider nichts konkretes sagen.


Meine Tipps für Bangkok:

Im unübersichtlichen Verkehr von Bangkok empfehle ich euch die öffentlichen Verkehrsmittel (Skytrain, BTS, MRT). Das Netz ist sehr spärlich ausgeprägt, aber alles was geht sollte man mit den Bahnen zurücklegen, weil es super billig ist und man sich den Stau auf den Straßen spart. Mietwagen oder Roller würde ich niemandem in einer Metropole wie Bangkok empfehlen. Der Verkehr ist wahnsinnig chaotisch und regelfrei (habe ich schon in einem anderen Beitrag drüber berichtet) und für unerfahrene Touris meiner Meinung nach nichts, anders als auf Phuket. Nehmt euch stattdessen für die Wege, die ihr nicht mit der Bahn bestreiten könnt ein Tuk Tuk. Das ist günstiger als ein Taxi und man ist doch ein bisschen schneller unterwegs, weil die kleinen Teile nunmal ein bisschen wendiger und schneller durch den stockenden Verkehr kommen. Für die Fahrt vom und zum Flughafen haben wir den Airport Rail Link Skytrain genutzt, der die Stadt mit dem großen Airport Suvarnabhumi (BKK) verbindet. Das ist günstig und praktisch. Zum kleineren Don Mueang Airport (DMK) bleibt einem allerdings nur das Taxi, hier gibt es keine öffentliche Anbindung. Nebenbei: Macht euch keine Sorgen, wenn ihr viel Gepäck habt, wir hatten drei große Koffer, aber die Fahrer sind da kreativ.;)


Wenn ihr in Bangkok ein bisschen Sightseeing machen wollt, dann empfehle ich besonders den Mädels immer eine Art langen Cardigan oder Kaftan dabei zu haben. Im buddhistischen Thailand lassen sich Tempel und Co. nur mit bedeckten Knien und Schultern besichtigen und wer bei 34 Grad nicht den ganzen Tag in langer Hose und Shirt rumrennen will, sollte sich etwas leichtes zum Umhängen einpacken. Das nimmt nicht viel Platz ein und erspart einem das Ausleihen. Praktisch sind auch Schuhe, die man schnell aus und wieder anziehen kann, denn auch die muss man oft vor der Tür ausziehen.


Ein weiterer Tipp für die Heimreise von Bangkok aus ist das Deponieren vom Gepäck in einer Shopping Mall. Wir mussten in unserem Apartment gegen 12 Uhr mittags auschecken, sind aber erst in der darauffolgenden Nacht um 3 Uhr geflogen. Logisch, dass man dann am Tag nicht mit seinem Koffer durch die Stadt rennen will. Nach ein bisschen Recherche ging es für uns dann in eines der zahlreichen Einkaufszentren (in unserem Fall ins „Terminal 21“) und dort kann man dann seine Koffer entweder für 100 Baht am Tag deponieren oder aber direkt zum Flughafen BKK bringen lassen (300 Baht pro Gepäckstück). Für umgerechnet nicht mal 9 Euro ist das schon echt super und man spart sich eine Menge Stress. Wir haben dann ganz entspannt abends unser Gepäck am Flughafen wieder eingesammelt. Definitiv eine Empfehlung für diejenigen unter euch, die auch relativ spät abfliegen.


Meine Tipps für Phuket:

Ganz klar: Leiht euch einen Roller aus! Die Insel ist nicht besonders riesig (ca. 50x20 km), aber um flexibel von A nach B zu kommen sind Roller optimal. Ausleihen kann man sie an jeder Ecke und sollte lediglich die Preise ein bisschen vergleichen (zwischen 100 und 300 Baht am Tag). Ein internationaler Führerschein ist nicht notwendig, tatsächlich wurden wir lediglich nach unseren Reisepässen gefragt. Oft wird als Kaution entweder eine Geldsumme oder die Hinterlegung des Reisepasses verlangt. Helme gibts dazu und wenn man will auch eine kurze Einführung. Der Verkehr ist machbar wenn auch ein bisschen anstrengend, aber lange nicht vergleichbar mit dem in Bangkok. Man gewöhnt sich verhältnismäßig schnell an den Linksverkehr, aber die Fahrweise der Thailänder ist schon krass. Meine Erfahrung: das machen, was der Rest macht. Der Verkehr ist das perfekte Chaos. Es gibt quasi keine Regeln, aber irgendwie sind alle aufeinander eingespielt. Da muss man sich einfach irgendwie anpassen. Zum Fahren selber kann ich eigentlich nur sagen, dass das wirklich jeder irgendwie hinbekommt, wenn ich das geschafft habe. Für mich persönlich war es ja schon eine Überwindung mich überhaupt mit auf so ein Ding zu setzen, aber nach ein paar Tagen habe ich mich dann tatsächlich selber hinter das Steuer getraut und nach einer Weile auch recht sicher gefühlt. Also rauf da, es lohnt sich und man sieht soviel mehr von der Insel!


Als Letztes kann ich nur noch sagen: Traut euch! Ich weiß nicht, wie oft mindestens einer von uns gesagt hat: „Keine Ahnung, was das ist, ist aber super lecker.“ Klar, man kommt in den meisten Gebieten mit Englisch relativ weit, aber richtige spannend sind eben die Orte, an denen man vielleicht doch eher erraten muss, was das kleine Bildchen auf der Speisekarte darstellt und sich mit Händen und Füßen verständigen muss. Belohnt wird man aber mit dem „echten“ Thailand.

Und noch was: wenn die Thailänder sagen es ist scharf, Finger weg! Selbst bei den nicht als "hot“ oder "spicy" gekennzeichneten Gerichten kam bei uns der ein oder andere Schweißausbruch zustande. Was die Thais unter extra scharf verstehen ist für uns Europäer nicht machbar, wenn man es nicht gewohnt ist.;)


maps me: https://maps.me/download/ *

Grab: https://www.grab.com/sg/ *


Reise-Bauchtasche mit RFID-Blocker: https://www.amazon.de/gp/product/B01CAOZ61G/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o08_s01?ie=UTF8&psc=1 *

NOBITE Hautspray:

https://www.amazon.de/gp/product/B00E66ZOKU/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o08_s00?ie=UTF8&psc=1 *

NOBITE für die Kleidung:

https://www.amazon.de/gp/product/B00E65VHB6/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o08_s00?ie=UTF8&psc=1 *


Öffentliche Verkehrsmittel in Bangkok:

http://www.bangkok.com/information-travel-around/ *


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