Seychellen - La Digue (1)

Aktualisiert: Juli 11

über Fahrräder, Traumstrände und Riesenschildkröten auf nur rund 10 Quadratkilometern.


28/06/2017

Unter mir erkenne ich durch das Flugzeugfenster Mahé, die Hauptinsel der Seychellen. Von hier geht unsere Reise weiter nach La Digue. Ein wenig erschöpft von der langen Anreise betrete ich die Fähre. Angekommen im kleinen Hafen von La Digue werden wir von einem Taxi zur Unterkunft gefahren. Schnell wird klar, groß ist die Insel nicht, innerhalb von knapp 10 Minuten erreichen wir unsere Unterkunft. Die kleinen Bungalows von "Le Surmer" stehen inmitten von Palmen und gegenüber der Straße führt mich mein erster Weg an den hauseigenen Strandabschnitt. Es handelt sich um eine Self-Catering-Unterkunft, die freundlichen Besitzer bieten aber auf Anfrage Frühstück und auch ein typisches kreolisches Abendessen an. Die Bungalows sind liebevoll eingerichtet und haben alle eine kleine Terrasse. Nach ein paar Tagen stellen wir fest, dass es wohl völlig normal ist die Häuser tagsüber offen stehen zu lassen, denn jedes Mal, wenn wir zur Unterkunft zurückkommen sind alle Türen und Fenster geöffnet (von der Putzfrau) um ein wenig Wind hinein zu lassen und zu lüften. Hier herrscht also tatsächlich noch ein gewisses Vertrauen. Wer aber dennoch Angst um seine Wertsachen hat, kann diese im Bungalow in einem Safe einschließen. Zum Frühstück gibt es Toast, Ei und zu meiner großen Freude jeden Morgen frisches Obst (Mango, Papaya etc.).

La Digue ist die kleinste bewohnte Insel der Seychellen. Bei rund 10 Quadratkilometern wird einem schnell klar warum nur wenige Autos unterwegs sind. Es lohnt sich schlichtweg nicht. Die paar, die man sieht, sind Taxen oder Transporter, die die Touristen mit Gepäck zum Hafen oder zur Unterkunft fahren. Der Rest der rund 2200 Einwohner fährt Fahrrad. Das Zentrum der Insel La Passe besteht lediglich aus ein paar kleinen Geschäften, Restaurants, Tauchbasen und dem Hafen. Und auch das Straßennetz ist eher spärlich ausgebaut. Also leihen wir uns als erstes Fahrräder aus. Mit den Rädern geht es zunächst in den Norden der Insel zum Anse Severe. Hinter einer kleinen Theke steht ein Einheimischer, "köpft" Kokosnüsse und bereitet frisches Obst für die Touristen zu. Mit Kokosnuss in der Hand sehen wir zu, wie die Sonne über dem Indischen Ozean verschwindet.


29/06/2017

Am nächsten Tag führt uns unser Weg südlicher in Richtung L´Union Estate. In dieser Parkanlage befinden sich nicht nur eine Menge Kokospalmen und Bananenplantagen, sondern auch ein historisches Siedlerhaus und ein Gehege mit Riesenschildkröten. Die langsamen Riesen freuen sich über ein bisschen Gras und beobachten uns neugierig. Der Eintritt in den Park kostet rund 115 Rupien (ca. 7,60€). Weiter geht es mit dem Rad vorbei an Vanille-Plantagen und einer Kopramühle, die von einem Ochsen betrieben wird. Hier wird nach traditioneller Art Kokosöl aus Kopra, dem getrockneten Fleisch der Kokosnuss, gewonnen. Unser Ziel ist der Strand Anse Source D´Argent, der wohl bekannteste Strand der Insel. Beim Anblick der Bucht bleibt mir buchstäblich die Spucke weg. Der Sand weiß, das Wasser helltürkis und große Granitfelsen so weit das Auge reicht. Der Anblick ist wunderschön und wie aus einem Film. By the way: Hier wurden auch schon Filmszenen und ein Werbespot für Bacardi gedreht. Aufgrund eines vorgelagerten Korallenriffs ist das Wasser ruhig und flach. Wir beschließen weiter zu gehen, vorbei an den Touristen und Obstständen, und stoßen schließlich auf einen ruhigeren, kleineren Strandabschnitt, an dem sich deutlich weniger Menschen tummeln, eine kleine Oase. Während ich auf meinem Handtuch liege, sauge ich alles in mich auf, bekomme garnicht genug von diesem Blick und der atemberaubenden Kulisse.

01/07/2017

An einem weiteren Tag machen wir uns mit den Fahrrädern auf den Weg um die nördliche Spitze der Insel, vorbei am Anse Severe auf die Ostseite. Zunächst wird man vor die Frage gestellt, den sonnigen, verhältnismäßig flachen Weg an der Küste entlang zu nehmen, oder aber durch den gebirgigen Mittelpunkt der Insel zu fahren, der deutlich kürzer und schattiger, aber eben auch anstrengender ist. Wir entscheiden uns für den Weg an der Küste entlang und werden mit schönen Ausblicken auf die umliegenden Inseln und den Indischen Ozean belohnt. Ausreichend Trinkwasser ist das A und O, die doch recht unkomplizierte Radtour verlangt einem bei dem tropischen Klima und der prallen Sonne doch mehr ab als man denkt. Im Osten der Insel stoßen wir direkt an der Straße auf das "Chez Jules", ein Restaurant mit Saftbar. Es ist ruhig, wir sind die einzigen Gäste und werden mit einem herzlichen Lächeln begrüßt. Es gibt frische Säfte aus Kokosnuss, Papaya und Mango und kreolische Küche mit Meeresfrüchten, Currys und Co. Die Location direkt am Anse Banane ist super süß, das Dach des kleinen offenen Hauses ist mit Palmenblättern bedeckt und überall liegen große Muscheln. Definitiv ein absoluter Tipp auf der Insel! Der angrenzende Strand Anse Banane ist wunderschön, große Palmen ragen auf den Sand. Das Wasser ist hier ein wenig rauer und es gibt deutlich mehr Wellen als auf der Westseite.

Fortsetzung folgt...


Unterkunft "Le Surmer" http://www.lesurmer-seychelles.com/de/ *

Restaurant "Chez Jules" https://www.tripadvisor.de/Restaurant_Review-g477968-d4437263-Reviews-Chez_Jules-La_Digue_Island.html *


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